Phoebe
Unser 1. Pflegehund!


Sommer 2006

Es ist soweit, unser erster Pflegehund "Snoopy" ist da. Es quillt einem das Herz über, wenn die Tür der Transportbox auf geht und langsam, noch unsicher, ein Hund heraus kommt. Noch geschafft von den Strapazen der langen Reise, das lange Eingesperrtsein in der Box, der Lärm des Flugzeugs, viele neue Eindrücke, fremde Menschen, neue Gerüche...

Die erste Hürde ist geschafft! Ein Hundeleben wieder gerettet! Erstes Näherkommen, ein kurzer Gassigang und dann nichts wie rein in die Wohnung. Endlich Wasser und was zu futtern!

Puh, wie der stinkt... uns blieb fast die Luft weg! Also du armes Kerlchen, bevor wir in dieser Nacht ins Bett gehen musst du erst noch in die Wanne! Snoopy hat sich ganz vorbildlich verhalten und das Bad sichtlich genossen. Endlich befreit von dem vielen Schmutz und Dreck.

Er blieb fast 4 Wochen bei uns, bis er an eine Familie mit Hund und Kind vermittelt wurde. 4 Wochen, in denen er wahrscheinlich das erste Mal in seinem Leben die Liebe eines Menschen erfahren hat. Er hat sich zu einem wundervollen Hund entwickelt!

Der Abschied war "tränenreich", wobei die Mutter sogar schlimmer war als der Sohn...

Aber wie wurde mir gesagt? - Der ERSTE ist und bleibt immer etwas ganz Besonderes. Ja, Snoopy, das bist DU!

Es ist jetzt ein Jahr vergangen, viele Hunde kamen und gingen wieder. Jeder Hund hat seinen ganz eigenen Charakter. Keiner gleicht dem anderen. Doch eines haben alle gemeinsam: diese große Dankbarkeit und die Liebe die sie uns entgegen bringen!

Es macht viel Freude, diese armen Geschöpfe wieder aufzupäppeln, ihnen zu zeigen, dass es auch "gute" Menschen gibt, die sie lieben und bei denen sie einfach nur ein glücklicher  "Hund" sein dürfen. Für evtl. Tierarztbesuche kommt der Verein auf, der das Tier  über einen "Flugpaten" einfliegen lässt.

Da jeder Hund in seinem Charakter unterschiedlich ist, lernt man immer wieder auf's Neue hinzu. Wird sensibler und einfühlsamer was das Wesen betrifft. Auch lernt man dadurch immer wieder neue Menschen kennen, die als Interessenten kommen und meist als "fast" neue Hundebesitzer wieder gehen.

Kurzum: ich bin froh, vor einem Jahr diesen Entschluss gefasst zu haben. Wir haben fast immer einen "Zweithund", meine anfangs sehr ängstliche Hündin wurde selbstbewußter, auch ihr tut es gut. Und was das schönste Gefühl bei der ganzen Sache ist:

....man rettet ein Leben, egal ob Hund oder Katze!

Jede Pflegestelle in Deutschland bedeutet ein gerettetes Tierleben!

Für Fragen und Auskünfte bezüglich der Tätigkeit als Pflegestelle stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung!


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